Sensative Strips Payload-Konfiguration Teil 1: Anpassung via App

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Ihr habt wie ich einen der Sensative Strips Sensoren fĂŒr LoRaWAN im Einsatz und fragt Euch, wie Ihr dessen Payload anpassen könnt? Dann lest jetzt weiter und ich zeige Euch in dieser kleinen 2-teiligen Beitragsserie am Beispiel meines LoRaWAN-basierten Strips Multi-Sensor +Drip, welche beiden Optionen Ihr hier habt.

Kurzer Ausblick noch vorweg: Wenn Ihr im Allgemeinen mehr ĂŒber die verschiedenen Strips Sensoren von Sensative und deren Unterschiede erfahren wollt, dann seid gespannt auf einen bald folgenden Blog-Beitrag dazu.

ZurĂŒck aber zum eigentlichen Thema. GrundsĂ€tzlich werden alle Strips Sensoren von Sensative so ausgeliefert, dass Ihr sie nach der initialen Einbindung in Eurem LoRaWAN-Netz und in Eurem Anwendungssystem (wie z. B. der B.One Middleware und der B.One Gallery) direkt nutzen könnt. Bei meinem +Drip waren im Standard der integrierte Magnetsensor sowie der „Tamper Alert“ aktiviert. Damit kann der Öffnungszustand von TĂŒren, Toren oder Fenstern ĂŒberwacht werden und ein Alarm ausgelöst werden, sollte im geschlossenen Zustand mehr als nur der an TĂŒre oder Fenster installierte Magnet erkannt werden. Doch nicht immer passt diese Standard-Konfiguration der Payload, also des vom Sensor verschickten Nachrichteninhaltes, bereits zu den Anforderungen Eures Use-Cases. In diesem Fall habt Ihr zwei Möglichkeiten: Möglichkeit 1 ist die Payload-Anpassung ĂŒber die von Sensative zur VerfĂŒgung gestellte „Strips Configuration Application“, Möglichkeit 2 ist eine manuelle Payload-Anpassung. Letzteres ist immer dann notwendig, wenn es in der Configuration App zur Umsetzung Eures Anwendungsfalles kein passendes vordefiniertes Profil gibt. In diesem Beitrag zeige Ich Euch zunĂ€chst einmal, wie die Anpassung via App funktioniert, wofĂŒr Ihr keinerlei „technisches“ Vorwissen benötigt. Egal ob Ihr den Strips Multi-Sensor +Drip, +Guard, +Comfort oder den Strips Presence konfigurieren wollt, einfach die webbasierte App aufrufen und die folgenden vier Schritte durchlaufen: 

Schritt 1: Auswahl Sensor-Modell & passendes Profil

Als Erstes mĂŒsst Ihr in der Configuration App das richtige Sensor-Modell und ein Profil auswĂ€hlen, welches Euren Anforderungen am nĂ€chsten kommt. Je nach Modell stehen Euch dabei andere Profile zur VerfĂŒgung und damit unterschiedliche Reports bzw. Berichte, die miteinander kombiniert werden können. In einem Report sind wiederum die eigentlichen Werte enthalten, die der Sensor in einem Datenpaket ĂŒbermittelt. Neben verschiedenen vordefinierten Profilen mit bereits hinterlegten Standard-Werten könnt Ihr alternativ auch ein sogenanntes „Custom Profile“ erstellen, bei dem Ihr alle Werte selbst definiert. FĂŒr meinen eigenen Anwendungsfall (dazu spĂ€ter mehr) mit dem Multi-Sensor +Drip habe ich mich fĂŒr das Profil „Water Leak Alarm“ entschieden. Damit lĂ€sst sich im Fall einer Leckage ein Alarm auslösen und somit ein grĂ¶ĂŸerer Wasserschaden vermeiden.

Schritt 2: Reports/Berichte auswĂ€hlen oder hinzufĂŒgen

Nach der Wahl des fĂŒr Euch passenden Profils könnt Ihr definieren, welche Reports bzw. Berichte Ihr spĂ€ter erhalten möchtet, wenn der Sensor Daten sendet. Diese können optional auch zu sogenannten Report-Groups (RG1, RG2, RG3), zusammengefasst werden. Damit könnt Ihr ausgewĂ€hlte Berichte zu einem einzigen Uplink-Nutzdatenpaket kombinieren. D. h., wenn ein beliebiger aktivierter Bericht einer Report-Group ausgelöst wird, ist auch jeder andere dieser Gruppe zugeordnete Bericht im vom Sensor verschickten Uplink enthalten. Insgesamt können bis zu drei Report-Groups (RGs) erstellt werden. Wann ist das sinnvoll? Wenn z. B. bestimmte Benachrichtigungen nur fĂŒr bestimmte EmpfĂ€ngergruppen gedacht sind oder es Werte gibt, die unterschiedlich hĂ€ufig benötigt werden. Erstellt Ihr keine solche Gruppe, wird bei jedem Senden des GerĂ€tes nur der Wert ĂŒbermittelt, der sich auch verĂ€ndert hat. Tipp an dieser Stelle: Der Battery Report wird standardmĂ€ĂŸig nicht mit ausgeliefert. HierfĂŒr mĂŒsst Ihr zunĂ€chst eine Report-Gruppe erstellen und den Battery Report dann dieser zuweisen. In diesem Fall habe ich eine Report-Group mit den folgenden aktivierten Reports erstellt:

  • „Flood Alarm“, um mich im Fall einer Leckage eine Benachrichtigung zu erhalten
  • „Flood Report“, um im hinterlegten Intervall den regelmĂ€ĂŸig den aktuellen Leckage-Status zu erhalten
  • „Battery Report“, um zusĂ€tzlich immer den aktuellen Batteriestatus zu erhalten

Schritt 3: Settings/Einstellungen Ă€ndern oder hinzufĂŒgen

Nach Auswahl der Reports könnt Ihr nun die dafĂŒr jeweils hinterlegten Standard-Werte bspw. bezĂŒglich des Messintervalls anpassen. Dazu wĂ€hlt Ihr einfach eine der Kategorien sowie die anzupassende Metrik aus und gebt anschließend den gewĂŒnschten Wert ein. Ein einfaches Beispiel: Kategorie „Leckage“ + Setting „Flood Poll Interval“. Mit diesem lĂ€sst sich definieren in welchem zeitlichen Abstand der Sensor die Feuchtigkeit misst, um eine Leckage zu erkennen. Da ich fĂŒr meinen Fall alle 30 Sekunden bereits als ausreichend empfinde, habe ich an der Standard-Einstellung des Poll Intervalls hier nichts verĂ€ndert. Achtung: Beim „Flood Report Interval“ hingegen ist als Standard-Wert 0 Sekunden hinterlegt. Bleibt dieser Wert auf 0, so wird der Bericht allerdings nicht gesendet. Deshalb habe ich in meinem Fall den Wert auf 3.600 gestellt, so dass alle 60 min. der jeweils aktuelle Leckage-Status ĂŒbermittelt wird, auch wenn der FloodAlarm nicht ausgelöst wird.

Ebenfalls wichtig zu wissen: Das Ändern der in den Profilen hinterlegten Standardwerte kann die Lebensdauer der Batterie stark beeinflussen. Mithilfe des Battery Calculators von Sensative lĂ€sst sich die erwartete Batterielebensdauer in AbhĂ€ngigkeit von Sendeintervall und „Spreading Factor“ zwar grob vorhersagen, am besten habt Ihr aber trotzdem immer einen Blick darauf. 

Schritt 4: Payload als Downlink an Sensor senden

Nachdem Ihr alle Auswahlen und Einstellungen vorgenommen habt, generiert Euch die App die im Sensor zu hinterlegende Payload. Diese könnt Ihr nun entweder als TXT-Datei herunterladen oder einfach in die Zwischenablage kopieren, um Sie als Downlink ĂŒber Eure Server-Anwendung an Euren Sensor zu schicken. Bei Bedarf könnt Ihr Euch die Payload auch in Base64-Kodierung anzeigen lassen. Wichtig zu wissen an dieser Stelle: Da es sich bei den Strips Sensoren um Typ A GerĂ€te handelt, muss fĂŒr den Empfang des Downlinks ein sogenannter „Open Frame“ gesendet werden. Dazu mĂŒsst Ihr den mitgelieferten Magneten einfach 3x an die Seite mit den abgerundeten Ecken halten. Ob es funktioniert hat erkennt Ihr daran, dass die LED anschließend 3x blinkt.

Damit wisst Ihr jetzt, wie Ihr Eure Strips Sensoren ganz einfach selbst individuell konfigurieren könnt. Wie Ihr diese Konfiguration manuell noch weiter anpassen könnt, wenn es fĂŒr Euren Anwendungsfall in der Konfigurations-App keine 100 % passenden Profile gibt, erfahrt Ihr im zweiten Teil dieser kleinen Beitragsserie.

 

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